Herkunft - Kolonistenhaus

"Kolonistenhaus" in Potsdam

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"Kolonistenhaus", Potsdam. Außenansicht

Dies ist eine der Typologien, die unter Friedrich dem Großen zur Erschließung und Besiedelung der preussischen Gebiete entwickelt wurden. Diese einfache Art der Unterbringung wurde vor allem im späten achtzehnten Jahrhundert gebaut.

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"Kolonistenhaus", Potsdam. Haupt- und Nebenfassade

Das Haus

Die Fallstudie liegt in der Karl-Gruhl-Straße 64/65, Nowawes-Babelsberg, Potsdam. Es wurde 1752 als Teil der Weberkolonie erbaut, befindet sich in einem ausgezeichneten Zustand und steht unter Denkmalschutz.Diese Typologie ist keine, die sich, wie in anderen Fällen, langsam entwickelte. Stattdessen stellt sie den beabsichtigten Versuch dar, einen geeigneten Haustypus für Siedler zu entwickeln. Es reflektiert somit ein idealisiertes Besiedelungskonzept, das in Preußen zu der damalige Zeit vorherrschte, und wurde daher mit in die Fallstudien aufgenommen.

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"Kolonistenhaus", Potsdam. Grundrisse von Erdgeschoß und ersten Stock

Es ist ein eingeschossiges Haus aus Fachwerk mit Gefachen aus Lehmstaken. Das Sparrendach ist schindelgedeckt und mit einem Schopfwalm ausgestattet wurde. Der Grundriß gestaltet sich symmetrisch mit einem zentralen Korridor, der die „Schwarzen Küchen“ beherbergt. Zwei Wohnungen sind auf den beiden Seiten des Ganges angeordnet. Der zentrale Raum ist so bemessen, das ein Handwebstuhl darin Platz findet.

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Eine weitere Beispiel für ein Haus in der Idee der Besiedlung neuer Gebiete in Russland